Kunstwerkerin Stefanie Kägi über ihre Zeit auf der Alp

Stefanie Kägi ist wieder in ihr zu Hause nach Berlin und damit in ihren Alltag und die Arbeit dort zurückgekehrt. Wir wollten von ihr wissen, wir sie die Zeit auf der Furneralp erlebt hat. Sie erzählt davon, wie sie an diesem Ort, inmitten der Natur, auf eine ganz neue Arbeit gestossen ist:

Die Zeit auf der Furneralp empfand ich als würde man mich aus dem Alltag in eine komplett andere Sinnenwelt entführen, in der ich mich erstmal zurecht finden musste. Man hätte dort oben vermutlich das perfekte Landschaftsbild geschaffen, nur war diese Gattung die Aufgabe von Maler und Malerinnen des 17. Jahrhundert.
Es war mir schnell bewusst, dass ich hier keine Ateliersituation schaffen wollte, sondern mit dem arbeiten was ich geboten bekam. Diese unglaubliche Natur, die Blumenwiesen, von der ich mehr als die Hälfte der dort wachsenden Pflanzen nicht kannte. Die man aber, wie wir herausfanden fast alle essen und damit kochen konnte.

 

Schiefergestein überall, ebenso frischer Thymian der auf den etwas weiter unten gelegenen Hängen zu finden war. Die getrockneten Kräuter und Blüten, geriebene Pigmente aus Schiefer boten mir die Grundsubstanz zur Herstellung meiner Seifenskulpturen. Das sieden von Seifen kennt man bereits seit dem 3. Jahrtausend vor Christus und hatte für mich diesen alchemistischen Reiz, der einen weichen flüssigen Zustand durch einen chemischen Prozess in einen harten Zustand versetzt. Die reinigende Wirkung der Seifen empfand ich als sehr passend in Bezug auf die Reinheit der Bergwelt, die uns dort oben umgab.

Wir haben Stefanie während dieser Zeit mit der Kamera begleitet und versucht,  diesen Prozess festzuhalten und einen kurzen Film daraus produziert. Er verschafft einen kleien Einblick in ihre Arbeit und das Leben auf der Alp.